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Sexualmedizinische Störungen haben
sowohl körperliche als auch psychische, bzw psychologische
Ursachen. Die Abklärung dieser Ursachen benötigen
ein fächerübergreifendes Wissen, vor allem der
Frauenheilkunde und der Psychotherapie (bzw beim Mann der
Urologie und der Psychotherapie).
In dieser Hinsicht besteht eine Ähnlichkeit mit der
Psychosomatik. Es kommt jedoch ein besonderes Augenmerk
der Sexualmedizin für die soziale Dimension der menschlichen
Geschlechtlichkeit hinzu , denn die Sexualmedizin betrachtet
weniger den einzelnen Patienten als vielmehr das Paar und
sieht sexuelle Störungen vor dem Hintergrund der jeweiligen
partnerschaftlichen Beziehungen.
Bei Urologen könnte sich aus männlicher Sichtweise
die Lustdimension als sehr bedeutungsvoll darstellen, beim
Frauenarzt eine stärkere beziehungsorientierte Sicht,
beim Sexualtherapeuten die enge Verflechtung und Abhängigkeit
im Erleben von Lust und Beziehung, und bei der Sterilitätsbehandlung
die Fortpflanzungsfähigkeit.
Dieses dynamische Spannungsverhältnis ist der Sexualität
eigen und findet sich auch in der Behandlung von Sexualstörungen
wieder. |